
Kurzer biografischer Überblick
Studium
Architektur, TU-Berlin* 1970-78
Environmental media, Royal College of Art, London 1981
Transpersonal Acting, Berlin 1980
Bewegungspraxis Amerta 1987-96
Berufliche Ausübung
Mein berufliches Feld ist Raum – Form – Farbe.
In diesem Kontext habe ich in den verschiedensten Projekten
der Architektur - Renovierung
des Theaters - Bühnenbild und -installation
der freien Kunst - Wettbewerbe, Kunst am Bau, Ausstellungen
gearbeitet sowie
als künstlerische Mitarbeiterin, HDK*-Berlin 1987-92
als Professorin, FH*-Düsseldorf 1996-2008
Fachbereich Kommunikationsdesign,
“Raum und Gestalt“ (Installation, Performance, Skulptur)
Projekt Bolivien
Konzeption “Amor a la Tierra“ 1995
gemeinsam mit meinem Mann Josè Mulder, Anthropologe
Im Rahmen der ökologische wie kulturelle Aspekte integrierenden
Philosophie von “Amor a la Tierra“ haben wir
den Ort “Flor del Sol“, Buenavista/Santa Cruz gegründet,
offen für entsprechende Veranstaltungen, Ausstellungen
und international als Residenz für Künstler seit 1995
“Malerin Natur“ eine Annäherung in Bildern, seit 2018,
die in meiner hier vorgestellten online-Galerie zu sehen sind.
“Belleza Escondida“ Ausstellung
Casa Melchor Pinto, Santa Cruz 2021
Email: anita_luedke@gmx.de
Amerta
Da die Bewegungs-Praxis ´Amerta´ in meinem Leben eine wichtige Rolle eingenommen hat, gebe
ich hier eine knappe Erläuterung wie ich sie mir definiere. Dieses ....wie ich.... verweist bereits auf
die erste Grundannahme.
Jeder Mensch, jedes Wesen ist als gleichsam einzigartig respektiert sowie verbunden mit allem,
Pflanzen, Sterne, Menschen, Tiere, Elemente, sichtbares wie unsichtbares und alles befindet sich in
einem unvermeidlichen kontinuierlichen Wandel. Die Quantenphysik bietet die wissenschaftliche
Erklärung und die bekannte Erzählung vom Flügelschlag des Schmetterlings ein poetisches Bild von
diesem Phänomen.
In dieser Konstellation kreiert sich wie selbstverständlich in jedem Moment neu unsere eigene
'Sinnhaftigkeit', sofern wir das uns anvertraute geistig-seelisch-physische Potential 'angemessen'
einbringen;
. 'angemessen' bedeutet im richtigen Moment, am richtigen Ort,
in richtiger Position
. 'richtig' heißt im Einklang mit sich und dem Ganzen.
In der Praxis 'Amerta' findet sich der Ausdruck für unsere Sinnhaftigkeit in der freien Bewegung,
man könnte sagen stellvertretend für jede Art des Tuns und Handelns, aber auch gültig für sich
allein, somit eine unmittelbare Erfahrung des eigenen Schöpfungspotentials. Der Tanz unseres
Lebens wird zu einem uns überraschenden Abenteuer, getragen von den im Inneren angeregten
Rhythmen.
Die Herausforderung, die es zu meisternde gilt, sind die Prägungen und Muster aus unserem
Leben, die unsere Sinne und unseren Geist verwirren und vernebeln. Wenn diese sich in der Praxis
mit Akzeptanz zeigen dürfen, kann - im besten Fall - Transformation stattfinden. So ereignet sich
unser Wirken aus der 'Präsenz des Seins' heraus ..... im Handeln wie im nicht Handeln. Diese
'Präsenz des Seins' generiert sich jenseits des kalkulierenden Verstandes - im ungefilterten
Schauen, Lauschen und Fühlen des Stofflichen sowie, vielleicht sogar besonders, des
Nichtstofflichen: dessen, was sich dahinter und dazwischen verbirgt, letztlich des Geheimnisses der
Existenz, des Mysteriums Lebens.
So gesehen verstehe ich 'Amerta' als einen Weg des Forschens und Erkennens, eine Archäologie
der eigenen Persönlichkeit und gleichermaßen eine Meditation
in Bewegung.
Die zentrale immer förderliche Intention in dieser Bewegung ist ein 'doing for good', eine
sprachliche Kreation des Urhebers dieser Praxis Suprapto Suryodarmo für ein Engagement aus der
Kraft des Herzens, des Mitgefühls.
Dem entsprach auch seine Art der Anleitung und Begleitung. Er begegnete mit Gleichmut und
Empathie der menschlichen Imperfektion auf seinem Weg zur Perfektion. Diese wird vielleicht nie
erreicht jedoch in einigen Sternmomenten erahnbar und genau in dieser Akzeptanz erscheint
Schönheit zwischen Sehen und gesehen werden.