Natur in der tropischen Welt produziert Unmengen Grün in den unterschiedlichsten Formen und farblichen Abstufungen. Die letztliche Intention dieser wilden Kreation ist eine unserer Blick-Gewohnheit verborgene, goldene Ordnung der Balance zwischen verschiedenen in Blätter gekleideten Wesen, die gemeinhin Bäume und Sträucher genannt werden. Jedes dieser Wesen, ausgestattet mit einer einzigartigen Qualität übernimmt im Gesetz des Lebens und Leben Lassens seine jeweils eigene Rolle, Position und Aufgabe für die Schaffung dieser magisch erscheinenden Harmonie.
Grün, Grün, Grün wohin der Blick auch schaut, überwältigt, das fokussierende Auge verliert sich. Schüttelnd und rüttelnd bringt der Wind dieses Blätter-Meer in Wallung, in den Ohren tönt es brausend, der Körper selbst fängt an zu wanken. Entweder verführt die schäumende Grüngicht in sie einzutauchen und tanzend selbst zum Strudel zu werden oder man begegnet dem Spektakel standhaft mit weitem Geist während die aufgelöste Ordnung ungestüm in dahin fegenden Schwaden um das gelassene Gemüt flattert und weht. Keine Form, keine Struktur im außen verspricht mehr Halt, nur noch im eigenen selbst zu finden. So erblüht im Schauen die kraftvoll pulsierende Schönheit der geschichteten Vielfalt von Grün.
Diesen widersprüchlichen Empfindungen sind meine Bilder entsprungen und widmen sie sich.